Was ist Leukämie?
Blut besteht aus vielen winzigen Zellen, die im Plasma gebunden sind. Es gibt darunter verschiedene Arten solcher Blutkörperchen:
- Rote Blutzellen (Erythrozyten) verleihen dem Blut seine Farbe und transportieren Sauerstoff von den Lungen in den ganzen Körper.
- Weiße Blutzellen (Leukozyten), die ihrerseits sehr unterschiedlich gestaltet sind und entsprechend viele Untergruppen bilden, helfen den Körper vor Infektionen zu schützen.
- Blutplättchen (Thrombozyten) sorgen im Falle einer Verletzung für den Wundverschluss und damit für eine Blutstillung.
Alle Blutkörperchen haben eine begrenzte Lebensdauer - sie gehen schon nach wenigen Tagen oder einigen Monaten zugrunde. Aus diesem Grund werden im Knochenmark eines gesunden Menschen diese Blutzellen ständig neu in der jeweils erforderlichen Menge produziert.
Keine Neubildung von Blutkörperchen
Dieser Vorgang der Erneuerung kann jedoch gestört sein: Die Produktion versiegt, oder aber es entstehen überwiegend unreife, weiße Blutzellen, die weitgehend funktionsuntüchtig sind. Im ersten Fall spricht man von einer Anämie, im zweiten Fall von Leukämie (Blutkrebs). Diese bösartige Erkrankung bewirkt also die fehlerhafte Bildung weißer Blutzellen in den Hohlräumen der Knochen, dem Knochenmark (nicht, wie Laien oft fälschlich annehmen, im Rückenmark!).
Heilung durch Übertragung gesunder Blutzellen
Vielfach ist bei diesen schwerwiegenden Erkrankungen eine Heilung oder Besserung nur möglich durch die Transplantation von gesundem Knochenmark. Auch bei einer Reihe anderer Bluterkrankungen, bei angeborenen schweren Immundefekten und bei Krankheiten, deren Behandlung eine massive Chemotherapie oder starke Bestrahlung erfordert, hat sich die Übertragung gesunder blutbildender Zellen bewährt.

