Die Stammzellspende

Zunächst erfolgt ein ausführliches Informationsgespräch über den Ablauf der Spende. Ein Termin für die Spendervoruntersuchung wird vereinbart. Für die Stammzellentnahme gibt es zwei Verfahren.

1. Die Entnahme von Stammzellen aus dem peripheren Blut

Dieses Verfahren ist die vorwiegend angewandte Methode. Hierbei gewinnt man die zur Transplantation benötigten Stammzellen aus dem Venenblut des Spenders. Darum muss zunächst die Zahl der Stammzellen im Blut erhöht werden. Dazu ist eine Vorbehandlung des Spenders mit dem Wachstumsfaktor G-CSF erforderlich. Durch mehrmalige Gabe des als Medikament zur Verfügung stehenden körpereigenen Wachstumsfaktors für weiße Blutkörperchen wird die Stammzellbildung im Knochenmark angeregt und die Stammzellen gelangen vom Knochenmark in das periphere Blut.


Der Anwendungsfilm zeigt, wie Granocyte, eines der verwendbaren G-CSF-Arten- gegeben wird. Details und Dosierung können vom im Film gezeigten Vorgehen abweichen, bei Fragen wenden sie sich bitte an ihre Entnahmeeinrichtung/ Apheresezentrum!

Zur eigentlichen Stammzellgewinnung benutzt man ein spezielles Verfahren, welches Leukapherese oder Stammzellapherese genannt wird. Bei dieser Methode wird das Blut des Spenders in einem ständigen Kreislauf aus einer Armvene durch einen Zellseparator geleitet, die benötigten Stammzellen werden abgesammelt und die restlichen Zellen werden wieder in den Blutkreislauf zurückgeführt.

Die Spende wird ambulant durchgeführt. Es ist kein stationärer Aufenthalt mit operativem Eingriff und Narkose erforderlich.

2. Die Entnahme von Stammzellen durch Punktion des Beckens

Bei diesem Verfahren zur Stammzellgewinnung wird Knochenmark in Vollnarkose durch Punktion des Beckenkamms entnommen. Aus dem Beckenknochen wird ca. 500 - 1000 ml Knochenmark-Blutgemisch entnommen. Dazu ist ein stationärer Aufenthalt von 2 Tagen in einer Klinik notwendig.

An dieser Stelle möchten wir Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der Begriff Knochenmark nicht mit Rückenmark verwechselt werden darf. Knochenmark ist Blutbildendes Gewebe, das in bestimmten Knochen vorkommt, Rückenmark liegt dagegen im Wirbelkanal und ist ein Teil des Nervensystems, der nicht transplantiert werden kann.